Aktuelles

Nur wenige Tage vor der Bundestagswahl sind diesen Mittwoch noch einige neue Gesetze in Kraft getreten. Besonders interessant sind dabei zwei neue Straftatbestände, die in das Strafgesetzbuch (StGB) eingeführt werden.

Verbreitung und Besitz von Anleitungen zu sexuellem Missbrauch von Kindern

Der neue §176e StGB stellt die Herstellung, Verbreitung und den Besitz von sogenannten "Missbrauchsanleitungen" unter Strafe. Missbrauchsanleitungen werden dabei als Inhalte definiert, die Kenntnisse zur Vorbereitung oder Ausführung von Kindesmissbrauch vermitteln. Auch neutrale Texte wie etwa medizinische Lehrbücher, welche Details über die Anatomie von Kindern enthalten, oder Hinweise auf Orte, an denen sich viele Kinder aufhalten, können darunter fallen, wenn diese mit der Absicht verbreitet werden, die Bereitschaft anderer zu fördern oder zu wecken, eine solche Tat zu begehen.

Begründet wurde das Gesetz wie folgt:

Solche „Missbrauchsanleitungen“ können die sexuelle Ausbeutung von Kindern fördern, indem sie eine allgemeine subjektive Geneigtheit fördern, rechtswidrige Taten nach den §§ 176 bis 176d des Strafgesetzbuches (StGB) zu begehen. Es besteht die Gefahr, dass der Umgang mit derartigen Anleitungen die Hemmschwelle absenkt und die Bereitschaft weckt beziehungsweise verstärkt, sexuellen Missbrauch von Kindern zu begehen.

Quelle: Bericht des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz

Damit ist ab sofort also auch schon die Verbreitung von Inhalten strafbar, die zur Vorbereitung von Straftaten genutzt werden können. Zumindest fragwürdig ist die Notwendigkeit eines solchen Gesetzes, da jemand, der plant ein Kind zu missbrauchen sich wohl kaum davon abhalten lässt, dass die Beschaffung einer Anleitung dafür unter Strafe steht. Diese tatsächlichen Missbrauchshandlungen weit vorverlagerte Strafbarkeit wird vom Gesetzgeber auch so erkannt, sei aber laut Gesetzesbegründung geboten, um Kinder effektiv zu schützen. Der Strafrahmen liegt bei Geldstrafe bis drei Jahre Haft (zwei Jahre bei Besitz).

Verhetzende Beleidigung

Mit dem neuen §192a StGB steht nun die Hetze gegen Menschen unter Strafe, die sich auf Nationalität, Religion, Behinderungen oder die sexuelle Orientierung bezieht. Darunter fallen unter anderem Beleidigungen und menschenverachtende Aussagen gegen eine Person aufgrund ihrer sexuellen Orientierung.

Interessant ist hier die Frage, ob die Pädophilie hier unter das Merkmal "sexuelle Orientierung" fällt und damit auch Pädophile vor Beleidigungen und Hetze geschützt sind. Die Ansicht, dass Pädophilie als sexuelle Orientierung betrachtet werden kann, wird von einer wachsenden Zahl an Wissenschaftlern geteilt, und mit Inkrafttreten des ICD-11 gilt Pädophilie in den Augen der Weltgesundheitsorganisation ab 2022 außerdem nicht mehr als psychische Störung. Anders gesagt: Es gibt gute Argumente dafür, Pädophilie als sexuelle Orientierung und damit von §192a StGB eingeschlossen zu betrachten. Ob die Gerichte dieser Auffassung folgen werden, muss sich allerdings erst noch zeigen.

Hetze, Beleidigungen und menschenverachtende Aussagen gegen Pädophile sind alltägliche Phänomene und gehören fast schon zum guten Ton (zum Beweis, siehe etwa unsere Negativ-Beispiele). Möglicherweise ergeben sich mit dem §192a StGB nun aber neue strafrechtliche Möglichkeiten, dieser Flut Einhalt zu gebieten.


Es handelt sich hierbei um die zweite Folge der beiden zum Thema Pädophilie - und im Vergleich zur ersten, schlägt diese gleich zu Beginn schon eine etwas andere Richtung ein, als man es bei dem Titel erwarten würde. Es geht unter anderem um "Pädojäger" und Gewalt an vermeintlichen pädophilen Menschen. Im weiteren Verlauf der Folge berichtet Georg aus seinem Leben und von seiner Sicht auf die Pädophilie.

Über die aktuelle Folge schreiben die beiden: In der heutigen Folge behandeln wir erneut das Thema Pädophilie. Im Gegensatz zu unserer Folge 5 (wer sie noch nicht gehört hat, sollte das an dieser Stelle unbedingt nachholen ;-D ), betrachten wir das Thema "Pädophilie" nicht, wie gewohnt, aus der Psychologischen Perspektive, sondern in Form eines Interviews.

Anhören könnt ihr euch den Podcast z.B. auf Spotify: BlackBox #51 Pädophilie II


Auf der Steckbriefe-Seite sammeln wir persönliche Texte und Geschichten von pädophilen Menschen. Unser Ziel ist es, dadurch zu zeigen, dass es nicht den Pädophilen gibt, sondern dass wir ganz verschieden sind, und auf unsere individuelle Art mit der Pädophilie umgehen – und dass wir nicht die stereotypischen unmenschlichen Monster sind, die viele in uns sehen, sondern auch leben, fühlen und denken wie Andere. Eben weil wir letzten Endes auch nur Menschen sind.

Bisher kamen die meisten Steckbriefe von Leuten, auf die wir persönlich zugegangen sind. Das möchten wir nun ändern!

Wenn du pädo- oder hebephil bist und auch deine Geschichte erzählen möchtest, dann kannst du ab sofort auch selber einen Steckbrief zur Veröffentlichung auf "Wir sind auch Menschen" einreichen. Dabei sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt: ein Steckbrief kann deine persönliche Lebensgeschichte beschreiben, sich um deinen Umgang mit deiner Sexualität drehen, oder auch eine kreative Auseinandersetzung mit dem Thema sein, etwa in Form einer Geschichte oder eines Gedichts. Lass dich dabei gerne von den bereits eingereichten Texten inspirieren!

Im Grunde kann ein Steckbrief alles sein, was zu dir passt und deine Individualität ausdrückt. Um einen Text einzureichen, solltest du nur selber pädo- oder hebephil sein. Außerdem sollte die Länge mindestens etwa eine DIN A4-Seite betragen und der Steckbrief lesbar und verständlich geschrieben sein.

Wenn wir dein Interesse geweckt haben, dann kannst du über dieses Formular deinen Steckbrief einreichen und ein eigenes Profil zusammenstellen (alle persönlichen Angaben sind natürlich komplett freiwillig). Bei Rückfragen stehen wir dir selbstverständlich auch per Kontaktformular oder e-Mail zur Verfügung.

Wir freuen uns schon sehr auf Einsendungen!


Frau Alina Göpel, Psychologiestudentin an der TU Chemnitz hat uns darum gebeten ihren Aufruf auf unseren Plattformen zu teilen, hier der Originaltext:


Liebe Leserinnen und Leser, Mein Name ist Alina Göpel und ich bin Psychologiestudentin an der Technischen Universität Chemnitz. Zusammen mit meiner Betreuerin, M.Sc. Psych. Sophie Helene Lux, schreibe ich meine Abschlussarbeit über „Hürden und Hindernisse im Outing-Prozess pädophiler Menschen“. Dabei möchte ich die Hindernisse untersuchen, denen sich pädophile und/oder hebephile Menschen stellen müssen, wenn sie sich entscheiden, ob sie Freunden und Familie von ihren sexuellen Neigungen gegenüber Minderjährigen erzählen wollen oder nicht. Dazu brauche ich Ihre Hilfe und würde mich sehr freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen würden, eine kurze 15-minütige Umfrage auszufüllen. Dabei ist es nicht relevant, ob Sie sich bereits gegenüber anderen Personen als pädophil/hebephil geoutet haben oder nicht.

Dazu klicken Sie bitte auf folgenden Link: https://limes.phil.tu-chemnitz.de/index.php?r=survey/index&sid=851131&lang=de Ihre Teilnahme ist völlig freiwillig und Sie können die Umfrage jederzeit beenden, wenn Sie sich bei der Beantwortung der gestellten Fragen nicht wohl fühlen. Sie werden nicht nach Informationen gefragt, durch welche man Rückschlüsse auf Ihre Person ziehen könnte. Nach Abschluss der Umfrage werden Ihre Antworten anonym auf Servern der Professur für klinische Psychologie der TU Chemnitz gespeichert. Für diesen Server mit dieser LimeSurvey-Installation ist das IP-Logging abgeschaltet, was bedeutet, dass auf diesem Server keine IP-Adressen gespeichert werden. Für eine zusätzliche Absicherung können Sie dennoch gern einen VPN-Client verwenden. Ich würde mich ebenfalls freuen, wenn Sie diesen Link (https://limes.phil.tu-chemnitz.de/index.php?r=survey/index&sid=851131&lang=de) weiterleiten würden.

Falls Sie Fragen oder Bedenken zu dem Projekt haben, können Sie uns (unter outing-studie@psychologie.tu-chemnitz.de) für weitere Informationen kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen, Alina Göpel


Der Verein "Schicksal und Herausforderung e. V." hat am 01.09.2021 eine überarbeitete Version seiner Webseite veröffentlicht.

Die Webseite existiert seit nun fast 15 Jahren und ist eine der ersten (und für lange Zeit die einzige) von Pädophilen betriebene Webpräsenz, die über das Thema Pädophilie aufklärt und sich dabei klar gegen Sex mit Kindern positioniert. Nun wird mit einem neuen, frischen Design und einem Mix aus neuen und alten Texten in gewohnter Art und Weise über das Thema Pädophilie informiert.

Wir gratulieren unseren Mitstreitern zu der gelungenen Überarbeitung und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg bei ihrer Arbeit. Wer sich die überarbeitete Seite selber ansehen möchte, findet sie unter der Adresse https://suh-ev.de.


Herr Doktor Johannes Fuß und Frau Jeanne Desbuleux vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf führen aktuell eine Studie zum Thema Sexpuppen und Sexroboter durch und suchen hierfür Teilnehmer*innen, die im Besitz einer Sex- oder Liebespuppen sind oder waren. Im Fokus steht hier die unserer Meinung nach dringend nötige Untersuchung, wie sich die Nutzung von Sexpuppen auf die Sexualität auswirkt, damit hier zukünftig basierend auf Fakten und nicht nur auf persönlichen Empfindungen Diskussionen geführt werden können.

Wir würden uns darüben freuen, wenn ihr zahlreich an dieser Studie teilnehmen würdet (sofern ihr denn eine Puppe besitzt oder besessen habt) - ihr findet diese unter https://uke.eu.qualtrics.com/jfe/form/SV_50f7C4eOaFMH3ZI oder unter folgendem QR Code

Nachfolgend findet ihr den originalen Aufruf:


Liebe Alle,

wir sind Jeanne Desbuleux und Johannes Fuß vom Institut für Sexualforschung in Hamburg. Wir laden Sie herzlich ein bei unserer Studie mitzumachen. Diese ist unter Mitarbeit von Mitgliedern der doll community entstanden.

Wir möchten drei Fragen erforschen:

  1. Welche Wünsche haben Sie hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung von Sexrobotern?
  2. Hat sich durch die Nutzung von Sexpuppen Ihre eigene Sexualität verändert?
  3. Wie lebendig nehmen Sie Ihre Puppe wahr und hat das etwas mit Ihrer Wahrnehmung von anderen Menschen zu tun?

Es geht uns darum, dass die mediale und auch politische Diskussion über die Nutzung von Sexpuppen nicht länger ohne wissenschaftliche Daten geführt werden soll. Dafür brauchen wir Ihre Hilfe. Es ist uns sehr wichtig zu betonen, dass wir keine Vorurteile bedienen wollen.

Falls Sie Fragen, Anmerkungen oder Kritik haben, kontaktieren Sie uns sehr gerne entweder unter sexualforschung@uke.de.

Der Fragebogen dauert in etwa 15 Minuten und ist komplett anonym. Nach der Auswertung werden wir unsere Erkenntnisse gerne mit Ihnen teilen.

Alles Gute und vielen Dank!

Jeanne Desbuleux und Johannes Fuß https://uke.eu.qualtrics.com/jfe/form/SV_50f7C4eOaFMH3ZI


Der Kanal HYPERBOLE auf YouTube hat heute den Beitrag mit dem Titel "Frag einen Pädophilen - Georg über das Leben als Pädophiler" veröffentlicht. Darin stellt er sich 20 Minuten den Fragen der Community. Ein sehr offener und ehrlicher Beitrag der Einblick in das tägliche Leben eines pädophilen Menschen bietet. Wir empfehlen sich das Video gerne einmal anzuschauen.

Hier findest du das Video.


Dr. Craig Harper und Rebecca Lievesley von der Nottingham Trent University, England, suchen aktuell nach Personen, die kleine / kindliche Sexpuppen besitzen sowieso pädo- und hebephilen Menschen, die eine Umfrage zur ihrem Sexualverhalten und ihren sexuellen Interessen beantworten möchten. Die englischsprachige Umfrage kann anonym online (auch mit dem TOR-Browser) unter folgendem Link beantwortet werden https://www.soscisurvey.de/MAP_help_management/?q=MAP-dolls.

Nachfolgend ein Auszug des originalen Aufrufs:


What is the aim of the study, and what do I need to do?

This study aims to develop an understanding of sexual behaviours and psychological variables relating to sexual interests. In order to achieve the objectives of the study, we are recruiting people with a range of interests and asking a range of questions (e.g., related to predominant interests, behaviours, and activities such as sex/love doll use). You will be required to complete a series of questions and an implicit association test that relate to sensitive themes, such as your attitudes, behaviours and thinking styles about sex, as well as questions about your mental health. This study should take approximately 20 minutes to complete.

Research lead contact details:

Dr. Craig Harper
Department of Psychology, Chaucer Building – Room 4104
Nottingham Trent University, 50 Shakespeare Street, Nottingham, NG1 4FQ
Tel. 0115 848 4718
Email: craig.harper@ntu.ac.uk

Rebecca Lievesley
Department of Psychology, Chaucer Building – Room 4004
Nottingham Trent University, 50 Shakespeare Street, Nottingham, NG1 4FQ
Tel. 0115 848 2602
Email: craig.harper@ntu.ac.uk


Am 01.07.2021 ist ein neues Gesetz in Kraft getreten, welches neben zahlreichen Strafverschärfungen, erweiterten Befugnissen für Ermittlungsbehörden und Änderungen in der Strafprozessordnung auch Besitz und Verbreitung von Sexpuppen mit kindlichen Aussehen unter empfindliche Strafen stellt.

Dieses Verbot von kindlichen Sexpuppen ist ein massiver Eingriff in die Privatsphäre und die sexuelle Freiheit vor allem von pädophilen Menschen. Es wird damit eine der wenigen verbleibenden Handlungen kriminalisiert, die pädophile Menschen offen stand, um ihre Sexualität auszuleben ohne dabei Kindern einen Schaden zuzufügen. Wie dadurch Kinder vor sexuellen Übergriffen geschützt werden sollen, ist höchst rätselhaft.

Es gibt keinen einzigen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass die Benutzung von kindlichen Sexpuppen einen negativen Effekt hat und die Hemmschwelle für realen Missbrauch senkt. Angesicht dieser fehlenden Beweislage ist es erschreckend und verstörend, dass die Bundesregierung trotzdem ein gesetzliches Verbot umgesetzt hat. Dieses Gesetz ist eines Rechtsstaats nicht würdig, und unserer Meinung nach klar verfassungswidrig. Und glücklicherweise sind wir nicht die einzigen, die so denken.

Es hat sich daher eine Arbeitsgruppe von hauptsächlich pädophilen Menschen gebildet, deren Ziel es ist, eine Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht gegen das Verbot einzureichen. Aktuell sucht die Arbeitsgruppe nach Menschen, die durch dieses Gesetz direkt betroffen sind. In der Zukunft ist auch ein Spendenaufruf geplant, um die notwendigen Anwaltskosten zu finanzieren. Mehr Informationen zu der Initiative finden sich auf der Webseite gegen-das-puppenverbot.de.

Wir unterstützen diese Initiative ausdrücklich und können jeden nur dazu aufrufen, das Gleiche zu tun – auch dann, wenn man nicht direkt durch das Verbot betroffen ist. Der Gesetzgeber hat mit dem neuen Gesetz seine Bereitschaft gezeigt, Ersatzhandlungen für pädophile Menschen ohne jegliche Grundlage zu kriminalisieren, einfach nur weil diese als "widerlich" empfunden werden. Dies ist ein gefährlicher Präzedenzfall, der jedem Pädophilen, und jedem, der Wert auf Rechtstaatlichkeit und Minderheitenschutz legt, höchste Sorgen bereiten sollte. Umso wichtiger ist es, jetzt alles zu unternehmen, um diesen Entwicklungen Einhalt zu gebieten.


Mit gleich vier neuen Niederlassungen in der Schweiz breitet sich das deutsche Erfolgsmodell von Kein Täter Werden weiter aus. In Genf, Zürich, Basel und Frauenfeld gibt es damit nun auch für Schweizer mehrere Anlaufstellen für Menschen, die Hilfe beim Umgang mit der eigenen Pädophilie suchen. Während die Ziele und wohl auch Praktiken von dem deutschen Vorbild übernommen wurden, gab es in der öffentlichen Vorstellung allerdings einige Aussagen der Gründer, die bei uns auf Bedenken stoßen.

Schade ist zum Beispiel, dass das erklärte Ziel des Projektes ausschließlich die Prävention von Sexualstraftaten ist. Zwar geht es auch, wie auf der Webseite des Projekts beschrieben darum, die "sexuelle Präferenz zu akzeptieren" und in das Selbstbild zu integrieren. Dies dient allerdings auch nur dem Zweck, Straftaten zu verhindern. Das Wohlbefinden der angesprochenen Zielgruppe, die mit dem Therapieprojekt erreicht werden soll, wurde in der Vorstellung überhaupt nicht erwähnt; es entsteht gar der Eindruck, als sei dies völlig irrelevant. Dadurch bleibt weiterhin eine riesige Behandlungslücke offen. Pädophile Menschen, die Probleme beim Umgang mit ihrer Sexualität haben ohne aber Schwierigkeiten dabei zu haben, keine Straftaten zu begehen haben somit immer noch keine passenden Anlaufstellen.

Besonders kritisch sehen wir auch die Rolle von Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli, die wesentlich an der Einführung des Projekts in der Schweiz beteiligt war und es letzten Freitag zusammen mit Strafrechtsprofessor Daniel Jositsch vor den Medien vorgestellt hat. Frau Rickli hat zuvor die 2014 beschlossene Volksinitiative "Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen" wesentlich unterstützt, die unter anderem von Menschenrechtsorganisationen scharf kritisiert wurde. Im Zuge dieser Initiative ist Frau Rickli vor allem durch einige äußerst stigmatisierende Aussagen gegen pädophile Menschen aufgefallen, in denen sie etwa nicht zwischen Tätern und Pädophilen differenziert.

Trotz dieser problematischen Präsentation des Projekts können wir die tatsächliche therapeutische Arbeit nicht bewerten. Wer Interesse an dem Projekt hat, findet mehr Informationen auf kein-taeter-werden.ch