Aktuelles

Am 01. Januar diesen Jahres ist die 11. Version des ICD offiziell in Kraft getreten. Der ICD ist das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebene Diagnosehandbuch, in dem alle von der WHO anerkannten körperlichen und psychischen Krankheiten aufgelistet sind.

Mit der 11. Version ist eine lange Liste von Änderungen umgesetzt worden. Entscheidend für das Thema Pädophilie ist dabei vor allem, dass Pädophilie darin nicht mehr grundsätzlich als Krankheit zählt. Eine sogenannte "pädophile Störung" (Code 6D32) kann zwar immer noch diagnostiziert werden, allerdings nur dann, wenn der Betroffene stark unter seiner Pädophilie leidet oder anderen Schaden zufügt. Während in der Vorgängerversion Pädophilie noch grundsätzlich unter dem Code F65.4 als Krankheit gelistet war, sind somit Pädophile, die unter ihrer Sexualität nicht leiden und niemandem schaden nach ICD-11 nicht als gestört zu betrachten. Dies ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Der ICD-11 ist im Moment noch nur in einer englischen Version verfügbar, an einer deutschen Übersetzung wird derzeit gearbeitet. Es ist zu erwarten, dass nach deren Fertigstellung das Gesundheitssystem in den nächsten Jahren an den ICD-11 angepasst wird und damit auch in Deutschland gültig wird. Grundsätzlich verlangt die WHO, dass nach einer Übergangszeit von fünf Jahren nur noch der ICD-11 eingesetzt wird.

Weiterführende Links


Die Veranstaltung "Frag einen Therapeuten" in Kooperation mit dem Präventionsprojekt Kein Täter werden war ein voller Erfolg! Es wurden insgesamt fast 40 Fragen zu verschiedenen Themen gestellt – mehr, als wir erwartet hatten. Auch die Abschlussveranstaltung im Chat der P-Punkte ist gut angenommen worden und ermöglichte noch einen persönlicheren Austausch.

Wir bedanken uns an dieser Stelle sehr bei den Mitarbeitenden von KTW für die angenehme Zusammenarbeit und die investierte Zeit!

Die im Rahmen der Veranstaltung gestellten Fragen und Antworten können archiviert hier nachgelesen werden.


Dr. Allyn Walker, Professor für Soziologie und Strafrecht, hat xiesen* Rücktritt von der Old Dominion University zum Ende des laufenden Semesters angekündigt. Dr. Walker ist unter anderem der Ansicht, dass das Stigma gegen Pädophile falsch und nicht zuletzt für den Kinderschutz schädlich ist, und dass man einen Menschen nicht anhand dessen angeborenen und nicht ausgesuchten Sexualität, sondern anhand von Handlungen bewerten solle. Dafür war xier nach einem Interview mit der Kinderschutzorganisation Prostasia unter massiven Beschuss geraten und ist daraufhin zunächst von der ODU beurlaubt worden.

Die Proteste gegen Dr. Allyn Walker, xier sich als transgender identifiziert, beinhalteten unter anderem Androhungen von Gewalt, Morddrohungen und waren zum Teil transphob motiviert. In einem öffentlichen Statement erklärte xier:

Das Ziel meines Stipendiums ist die Prävention von Kindesmissbrauch. Diese Forschung wurde von einigen in den Medien und online falsch dargstellt, zum Teil aufgrund meiner Transidentität. Daraufhin wurden mehrere Drohungen gegen mich und den gesamten Campus ausgesprochen.

Zuvor hatten sich über 60 namhafte Wissenschaftler solidarisch hinter Dr. Walker gestellt und ihre Bestürzung über Dr. Walkers Behandlung und die fehlende Rückendeckung seitens der Leitung der ODU geäußert.

Dr. Walkers Aussagen mögen zwar unpopulär sein, aber sie stehen auf festem wissenschaftlichen Boden und werden von den meisten Experten unterstützt. Die scharfe Kritik beruht auf einem völlig falschen Verständnis und einer stellenweise bewussten Fehlinterpretation, mit der nicht zuletzt auch transphobe Angriffe legitimiert wurden. Es ist äußerst bestürzend, dass derartig vorsätzliche und boshafte Ignoranz nun einem Wissenschaftler die Stelle gekostet hat, einfach nur weil einer lauten und aggressiven Mehrheit die Forschungsergebnisse nicht gefallen haben. Solche Fälle bedrohen die Freiheit der wissenschaftlichen Forschung und sorgen dafür, dass immer weniger Forscher aus Angst vor Diffamierung in diesem Bereich forschen. Nicht zuletzt ist es naiv zu glauben, willentliche Ignoranz und ein Mangel an Forschung und wissenschaftlichen Erkentnissen würde dazu führen, dass auch nur ein Kind mehr geschützt werden würde.

Denjenigen, die sich wirklich ernsthaft mit Dr. Walkers Thesen auseinandersetzen wollen, können wir nur xies (nur auf Englisch verfügbares) Buch A Long, Dark Shadow Minor-Attracted People and Their Pursuit of Dignity empfehlen. Dr. Walker wünschen wir für xiesen weiteren Weg alles Gute.


(*) Dr. Walker präferiert für sich die geschlechtsneutralen Pronomen they / their. Im Deutschen haben wir hierfür die Pronomen xier / xies gewählt.


Dr. Allyn Walker, Professor an der Old Dominion University (ODU) im US-Bundesstaat Virginia und Autor des Buchs A Long Dark Shadow: Minor-Attracted People and Their Pursuit of Dignity ist am 16. November von der ODU beurlaubt worden. Dr. Walker vertritt unter anderem die These, dass zwischen Missbrauchstätern und Pädophilen unterschieden werden müsse, und das Stigma gegen Pädophile, die keine Straftaten begehen nur dazu führe, dass es weniger Hilfsangebote gibt und Pädophile in eine aussichtslose Situation gedrängt werden. Daher sei es gerade für den Kinderschutz und die Prävention von Straftaten wichtig, das Stigma gegen Pädophile zu bekämpfen. Diese Thesen haben massive Kontroversen ausgelöst und führten dazu, dass Dr. Walker mit Androhungen von Gewalt und öffentlichen Forderungen nach seiner Entlassung konfrontiert wurde.

In der gleichen Woche hat das Global Prevention Project außerdem ihre Webseite und ihren Twitter-Account offline genommen. Das Global Prevention Project bietet, ähnlich wie das deutsche Präventionsnetzwerk Kein Täter werden Therapie für Pädophile an, fokussiert sich dabei aber im Gegensatz zu KTW vor allem auf die Bewältigung der Belastungen, die durch das Stigma entstehen, und richtet sich vor allem an Pädophile, die keine Straftaten begangen haben, und nicht an Dunkelfeld-Täter. Für diesen Ansatz stand das Projekt ebenfalls unter massiven Beschuss.

Ein drittes Beispiel bildet die Kinderschutzorganisation Prostasia. Prostasia unterstützt unter anderem Hilfsangebote wie den Map Support Club, der Unterstützung und Support für Pädophile bereitstellt. Auch Prostasia wurde dafür mehrfach von unterschiedlichen Richtungen angegriffen, zuletzt in einem Video der Youtuberin ShoeOnHead. Zu den Angriffen gehören auch Doxxing und Morddrohungen gegen einzelne Mitglieder der Organisation.

All diese Fälle zeigen gewisse Gemeinsamkeiten. In jedem Fall geht es um einen Ansatz zur Prävention von Kindesmissbrauch durch Reduzierung des Stigmas gegen Pädophile - ein Ansatz, der durch Experten und wissenschaftliche Forschung gestützt wird. Die Angriffe gegen diese Ansätze bestehen zu einem Großteil aus Lügen und Falschdarstellungen. So wurde etwa behauptet, dass Dr. Walker, der sich mehrfach klar und eindeutig gegen sexuelle Handlungen mit Kindern positioniert hat, sich für die Normalisierung von Kindesmissbrauch oder die Legalisierung von Kinderpornographie einsetzen würde.

Diese Fälle sind äußerst besorgniserregend. Selbst für diejenigen, die kein Interesse an dem Wohlbefinden pädophiler Menschen haben, welche keine Straftaten begehen, sollte die Prävention von Kindesmissbrauch ein erstrebenswertes Ziel sein. Die aktuelle Situation führt dazu, dass jeder, der einen sachlichen und rationalen Ansatz für den Umgang mit Pädophilie verfolgt, seine Karriere und unter Umständen sogar sein Leben aufs Spiel setzt. Dies führt zur Unterbindung wichtiger Forschung, die zu neuen und effektiveren Ansätzen für den Kinderschutz führen kann, und verhindert deren Umsetzung, wenn sie sich als unpopulär erweisen sollten. All dies ist ein Zeichen für eine Gesellschaft, für die der ungestrafte Hass und die Ablehnung pädophiler Menschen wichtiger ist, als der tatsächliche Schutz von Kindern.

Als Reaktion auf diese Fälle hat Prostasia einen (nur auf Englisch verfügbaren) Anti-Harrasment Resource Guide als Hilfestellung für alle veröffentlicht, die sich aufgrund ihrer Haltungen zum Thema Pädophilie im öffentlichen Kreuzfeuer wiederfinden. Ein Mitglied des Prostasia-Forums hat außerdem eine öffentliche Petition für die Wiedereinstellung von Dr. Allyn Walker gestartet.


Austausch zum Thema Pädophilie mit dem Präventionsnetzwerk "Kein Täter werden"

Wir laden Euch herzlich ein zu einer Themenwoche und einem abschließenden gemeinsamen Austausch rund um das Thema Pädophilie: Wir möchten ein Gespräch anstoßen über Haltungen und Bedürfnisse, über Stigmatisierung, Behandlung, Sorgen, Ängste und über Hilfe. Dafür schaffen die Selbsthilfegruppe „P-Punkte“ und das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ einen Raum, in dem Ihr alle Eure Fragen stellen könnt.

In den Themenwochen vom 12. bis 26.11.21 könnt Ihr auf wir-sind-auch-menschn.de/frag-einen-therapeuten Eure Fragen rund um das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden" stellen. Innerhalb der beiden Wochen werden diese von Mitarbeitenden des Netzwerks online beantwortet.

Bei der Abschlussveranstaltung am Freitag, den 26.11.21, von 17-18 Uhr werden zwei Vertreterinnen des Präventionsnetzwerks und das Team der „P-Punkte“ anwesend sein, um gemeinsam mit Euch über die aufgekommenen und vielleicht auch neue Themen zu sprechen. Die Veranstaltung wird im Chat der P-Punkte stattfinden und sichert somit eine anonyme Teilnahme für alle Interessierten.

Für eine Teilnahme an der Abschlussveranstaltung am 26.11.2021, bitten wir um eine Registrierung im Chat der P-Punkte bis zum 25.11.2021, 20 Uhr. Für Registrierungen, die danach erfolgen, können wir nicht garantieren, dass diese rechtzeitig zur Veranstaltung freigeschaltet werden. Mehr Informationen erhaltet Ihr auf dieser Seite.

Zu den Veranstaltenden:

Der Selbsthilfechat „Die P-Punkte“ ermöglicht die gegenseitige Unterstützung für pädophile Männer und Frauen in einem moderierten Online-Chat. Der Chat ist zu festen Zeiten zweimal pro Woche geöffnet und kann vollständig anonym genutzt werden. Dadurch wird ein niedrigschwelliger Schutzraum geschaffen, in dem in einem vertraulichen Rahmen über Sorgen, Probleme und Themen gesprochen werden kann, über die viele Teilnehmende sonst mit niemanden reden können. Der direkte Austausch mit anderen Betroffenen erweist sich dabei oft als sehr hilfreich, um Scham und Selbsthass abzubauen und einen gesunden Umgang mit der eigenen Sexualität zu finden. Darüber hinaus gibt es auch für Interessierte und Verbündete die Möglichkeit, sich zu registrieren und in einem separaten Raum mit den Teilnehmenden auszutauschen. Um die Vertraulichkeit der sensiblen Gespräche zu wahren, setzt der Chat auf ein voll verschlüsseltes Matrix-System, das auf eigenen Servern betrieben wird.

Das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ bietet deutschlandweit ein kostenloses und durch die Schweigepflicht geschütztes Behandlungsangebot für Männer und Frauen, Erwachsene und Jugendliche, die therapeutische Hilfe suchen, weil sie sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen und darunter leiden. Im Rahmen der Therapie erhalten die betroffenen Personen Unterstützung, um mit ihrer pädophilen oder hebephilen Neigung leben zu lernen, diese zu akzeptieren und in ihr Selbstbild zu integrieren. Wir wollen Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen und unter den damit verbundenen Belastungen leiden, dabei unterstützen, ein zufriedenes Leben zu führen. Ziel ist es, sexuelle Übergriffe durch direkten körperlichen Kontakt oder indirekt durch den Konsum oder die Herstellung von Missbrauchsabbildungen im Internet (sogenannte Kinderpornografie) zu verhindern.


Nur wenige Tage vor der Bundestagswahl sind diesen Mittwoch noch einige neue Gesetze in Kraft getreten. Besonders interessant sind dabei zwei neue Straftatbestände, die in das Strafgesetzbuch (StGB) eingeführt werden.

Verbreitung und Besitz von Anleitungen zu sexuellem Missbrauch von Kindern

Der neue §176e StGB stellt die Herstellung, Verbreitung und den Besitz von sogenannten "Missbrauchsanleitungen" unter Strafe. Missbrauchsanleitungen werden dabei als Inhalte definiert, die Kenntnisse zur Vorbereitung oder Ausführung von Kindesmissbrauch vermitteln. Auch neutrale Texte wie etwa medizinische Lehrbücher, welche Details über die Anatomie von Kindern enthalten, oder Hinweise auf Orte, an denen sich viele Kinder aufhalten, können darunter fallen, wenn diese mit der Absicht verbreitet werden, die Bereitschaft anderer zu fördern oder zu wecken, eine solche Tat zu begehen.

Begründet wurde das Gesetz wie folgt:

Solche „Missbrauchsanleitungen“ können die sexuelle Ausbeutung von Kindern fördern, indem sie eine allgemeine subjektive Geneigtheit fördern, rechtswidrige Taten nach den §§ 176 bis 176d des Strafgesetzbuches (StGB) zu begehen. Es besteht die Gefahr, dass der Umgang mit derartigen Anleitungen die Hemmschwelle absenkt und die Bereitschaft weckt beziehungsweise verstärkt, sexuellen Missbrauch von Kindern zu begehen.

Quelle: Bericht des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz

Damit ist ab sofort also auch schon die Verbreitung von Inhalten strafbar, die zur Vorbereitung von Straftaten genutzt werden können. Zumindest fragwürdig ist die Notwendigkeit eines solchen Gesetzes, da jemand, der plant ein Kind zu missbrauchen sich wohl kaum davon abhalten lässt, dass die Beschaffung einer Anleitung dafür unter Strafe steht. Diese tatsächlichen Missbrauchshandlungen weit vorverlagerte Strafbarkeit wird vom Gesetzgeber auch so erkannt, sei aber laut Gesetzesbegründung geboten, um Kinder effektiv zu schützen. Der Strafrahmen liegt bei Geldstrafe bis drei Jahre Haft (zwei Jahre bei Besitz).

Verhetzende Beleidigung

Mit dem neuen §192a StGB steht nun die Hetze gegen Menschen unter Strafe, die sich auf Nationalität, Religion, Behinderungen oder die sexuelle Orientierung bezieht. Darunter fallen unter anderem Beleidigungen und menschenverachtende Aussagen gegen eine Person aufgrund ihrer sexuellen Orientierung.

Interessant ist hier die Frage, ob die Pädophilie hier unter das Merkmal "sexuelle Orientierung" fällt und damit auch Pädophile vor Beleidigungen und Hetze geschützt sind. Die Ansicht, dass Pädophilie als sexuelle Orientierung betrachtet werden kann, wird von einer wachsenden Zahl an Wissenschaftlern geteilt, und mit Inkrafttreten des ICD-11 gilt Pädophilie in den Augen der Weltgesundheitsorganisation ab 2022 außerdem nicht mehr als psychische Störung. Anders gesagt: Es gibt gute Argumente dafür, Pädophilie als sexuelle Orientierung und damit von §192a StGB eingeschlossen zu betrachten. Ob die Gerichte dieser Auffassung folgen werden, muss sich allerdings erst noch zeigen.

Hetze, Beleidigungen und menschenverachtende Aussagen gegen Pädophile sind alltägliche Phänomene und gehören fast schon zum guten Ton (zum Beweis, siehe etwa unsere Negativ-Beispiele). Möglicherweise ergeben sich mit dem §192a StGB nun aber neue strafrechtliche Möglichkeiten, dieser Flut Einhalt zu gebieten.


Es handelt sich hierbei um die zweite Folge der beiden zum Thema Pädophilie - und im Vergleich zur ersten, schlägt diese gleich zu Beginn schon eine etwas andere Richtung ein, als man es bei dem Titel erwarten würde. Es geht unter anderem um "Pädojäger" und Gewalt an vermeintlichen pädophilen Menschen. Im weiteren Verlauf der Folge berichtet Georg aus seinem Leben und von seiner Sicht auf die Pädophilie.

Über die aktuelle Folge schreiben die beiden: In der heutigen Folge behandeln wir erneut das Thema Pädophilie. Im Gegensatz zu unserer Folge 5 (wer sie noch nicht gehört hat, sollte das an dieser Stelle unbedingt nachholen ;-D ), betrachten wir das Thema "Pädophilie" nicht, wie gewohnt, aus der Psychologischen Perspektive, sondern in Form eines Interviews.

Anhören könnt ihr euch den Podcast z.B. auf Spotify: BlackBox #51 Pädophilie II


Auf der Steckbriefe-Seite sammeln wir persönliche Texte und Geschichten von pädophilen Menschen. Unser Ziel ist es, dadurch zu zeigen, dass es nicht den Pädophilen gibt, sondern dass wir ganz verschieden sind, und auf unsere individuelle Art mit der Pädophilie umgehen – und dass wir nicht die stereotypischen unmenschlichen Monster sind, die viele in uns sehen, sondern auch leben, fühlen und denken wie Andere. Eben weil wir letzten Endes auch nur Menschen sind.

Bisher kamen die meisten Steckbriefe von Leuten, auf die wir persönlich zugegangen sind. Das möchten wir nun ändern!

Wenn du pädo- oder hebephil bist und auch deine Geschichte erzählen möchtest, dann kannst du ab sofort auch selber einen Steckbrief zur Veröffentlichung auf "Wir sind auch Menschen" einreichen. Dabei sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt: ein Steckbrief kann deine persönliche Lebensgeschichte beschreiben, sich um deinen Umgang mit deiner Sexualität drehen, oder auch eine kreative Auseinandersetzung mit dem Thema sein, etwa in Form einer Geschichte oder eines Gedichts. Lass dich dabei gerne von den bereits eingereichten Texten inspirieren!

Im Grunde kann ein Steckbrief alles sein, was zu dir passt und deine Individualität ausdrückt. Um einen Text einzureichen, solltest du nur selber pädo- oder hebephil sein. Außerdem sollte die Länge mindestens etwa eine DIN A4-Seite betragen und der Steckbrief lesbar und verständlich geschrieben sein.

Wenn wir dein Interesse geweckt haben, dann kannst du über dieses Formular deinen Steckbrief einreichen und ein eigenes Profil zusammenstellen (alle persönlichen Angaben sind natürlich komplett freiwillig). Bei Rückfragen stehen wir dir selbstverständlich auch per Kontaktformular oder e-Mail zur Verfügung.

Wir freuen uns schon sehr auf Einsendungen!


Studie ist bereits abgeschlossen

Frau Alina Göpel, Psychologiestudentin an der TU Chemnitz hat uns darum gebeten ihren Aufruf auf unseren Plattformen zu teilen, hier der Originaltext:


Liebe Leserinnen und Leser, Mein Name ist Alina Göpel und ich bin Psychologiestudentin an der Technischen Universität Chemnitz. Zusammen mit meiner Betreuerin, M.Sc. Psych. Sophie Helene Lux, schreibe ich meine Abschlussarbeit über „Hürden und Hindernisse im Outing-Prozess pädophiler Menschen“. Dabei möchte ich die Hindernisse untersuchen, denen sich pädophile und/oder hebephile Menschen stellen müssen, wenn sie sich entscheiden, ob sie Freunden und Familie von ihren sexuellen Neigungen gegenüber Minderjährigen erzählen wollen oder nicht. Dazu brauche ich Ihre Hilfe und würde mich sehr freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen würden, eine kurze 15-minütige Umfrage auszufüllen. Dabei ist es nicht relevant, ob Sie sich bereits gegenüber anderen Personen als pädophil/hebephil geoutet haben oder nicht.

Dazu klicken Sie bitte auf folgenden Link: [Studie ist bereits abgeschlossen] Ihre Teilnahme ist völlig freiwillig und Sie können die Umfrage jederzeit beenden, wenn Sie sich bei der Beantwortung der gestellten Fragen nicht wohl fühlen. Sie werden nicht nach Informationen gefragt, durch welche man Rückschlüsse auf Ihre Person ziehen könnte. Nach Abschluss der Umfrage werden Ihre Antworten anonym auf Servern der Professur für klinische Psychologie der TU Chemnitz gespeichert. Für diesen Server mit dieser LimeSurvey-Installation ist das IP-Logging abgeschaltet, was bedeutet, dass auf diesem Server keine IP-Adressen gespeichert werden. Für eine zusätzliche Absicherung können Sie dennoch gern einen VPN-Client verwenden. Ich würde mich ebenfalls freuen, wenn Sie diesen Link ([Studie ist bereits abgeschlossen]) weiterleiten würden.

Falls Sie Fragen oder Bedenken zu dem Projekt haben, können Sie uns (unter outing-studie@psychologie.tu-chemnitz.de) für weitere Informationen kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen, Alina Göpel


Der Verein "Schicksal und Herausforderung e. V." hat am 01.09.2021 eine überarbeitete Version seiner Webseite veröffentlicht.

Die Webseite existiert seit nun fast 15 Jahren und ist eine der ersten (und für lange Zeit die einzige) von Pädophilen betriebene Webpräsenz, die über das Thema Pädophilie aufklärt und sich dabei klar gegen Sex mit Kindern positioniert. Nun wird mit einem neuen, frischen Design und einem Mix aus neuen und alten Texten in gewohnter Art und Weise über das Thema Pädophilie informiert.

Wir gratulieren unseren Mitstreitern zu der gelungenen Überarbeitung und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg bei ihrer Arbeit. Wer sich die überarbeitete Seite selber ansehen möchte, findet sie unter der Adresse https://suh-ev.de.