Pädophilie-Glossar

A

Autopädophilie

Die auf sich selbst im vorpubertären Alter ausgerichtete sexuelle Orientierung. Autopädophile Menschen stellen sich in ihren sexuellen Fantasien vor, selber ein Kind zu sein. Oft geht dies auch darüber hinaus mit dem starken Wunsch einher, wieder als Kind leben zu können und einen kindlichen Körper zu haben.

B

Boylover

(BL)

In einzelnen Kreisen adaptierte Eigenbezeichnung für Pädophile (und stellenweise auch Hebephile), die sich (teilweise oder ausschließlich) zu Jungs hingezogen fühlen.

C

Childlover

(CL)

In einzelnen Kreisen adaptierte Eigenbezeichnung für Pädophile (und stellenweise auch Hebephile), die sich sowohl zu Jungs als auch zu Mädchen hingezogen fühlen.

Chronophilie

Ein von dem kanadischen Wissenschaftler Michael Seto eingeführter Sammelbegriff für sexuelle Orientierungen, die sich auf das Alter beziehen. Umfasst unter anderen Nepiophilie, Pädophilie, Hebephilie, Ephebophilie / Parthenophilie und Teleiophilie.

D

Dissexualität

Das sich im Sexuellen ausdrückende Sozialversagen. Gemeint sind damit sexuelle Verhaltensweisen, die gegen das Wohl und die sexuelle Selbstbestimmung anderer Personen gerichtet sind. Das schließt zum Beispiel sexuelle Belästigung, exhibitionistische oder voyeuristische Handlungen bis hin zu sexueller Nötigung und Vergewaltigung ein. Der Begriff wurde von Prof. Dr. Klaus Beier eingeführt und wesentlich geprägt.

E

Ephebophilie

  1. Die auf pubertäre und spätpubertäre Jungen ausgerichtete sexuelle Orientierung. Ephebophile Menschen empfinden ein sexuelles, emotionales und/oder romantisches Interesse an Jungen, die sich in der Pubertät befinden. Dabei geht es in etwa um Jungen im Alter von 14-17 Jahren.
  2. Die auf pubertäre Jugendliche ausgerichtete sexuelle Orientierung, unabhängig vom Geschlecht.

Exklusiv pädophil

F

Fetisch

Bei einem Fetisch wird (im Gegensatz zu einer sexuellen Orientierung) die sexuelle Erregung nicht durch eine bestimmte Person ausgelöst, sondern im Speziellen durch Objekte, Materialien, Körperteile oder konkrete Handlungen.

G

Girllover

(GL)

In einzelnen Kreisen adaptierte Eigenbezeichnung für Pädophile (und stellenweise auch Hebephile), die sich (teilweise oder ausschließlich) zu Mädchen hingezogen fühlen.

H

Hebephilie

Die auf frühpubertäre Kinder ausgerichtete sexuelle Orientierung. Hebephile Menschen empfinden ein sexuelles, emotionales und/oder romantisches Interesse an Kindern, die gerade am Beginn der Pubertät stehen. Dabei geht es in etwa um Kinder im Alter von 12-14 Jahren.

I

Infantophilie

K

Kein Täter werden

(KTW)

Ein bundesweites Therapieprogramm, das sich vor allem an pädophile und hebephile Menschen richtet, die Unterstützung dabei suchen, keine sexuellen Übergriffe zu begehen und einen Umgang mit ihren sexuellen Präferenzen zu finden. Das Projekt bietet an mehreren Standorten in Deutschland anonyme und kostenlose Therapieangebote unter Schweigepflicht an.

Kernpädophilie

Bezeichnet die ausschließlich auf vorpubertäre Kinder ausgerichtete sexuelle Orientierung. Während die meisten Pädophilen sich auch zu Erwachsenen hingezogen fühlen können, ist dies bei kernpädophilen Menschen nicht der Fall. Kernpädophile Menschen haben also überhaupt kein sexuelles oder romantisches Interesse an Erwachsenen.

Kinderpornographie

Strafrechtlich verbotene Inhalt, die Kinder in einem sexualisierten Kontext zeigen. Laut §184b StGB fällt eine Aufnahme dann unter dem Begriff Kinderpornographie, wenn darin sexuelle Handlungen mit einem Kind unter vierzehn Jahren dargestellt werden, ein ganz oder teilweise unbekleidetes Kindes in aufreizend geschlechtsbetonter Körperhaltung gezeigt wird oder der nackte Schambereich eines Kindes in sexuell aufreizender Weise wiedergegeben wird. Relevante Inhalte können sowohl Bild- als auch Videoaufnahmen oder rein textuelle Beschreibungen sein. Besitz, Erwerb oder Verbreitung kinderpornographischer Inhalte wird mit Freiheitsstrafe von ein bis zehn Jahren bestraft.

M

MAP

Englische Abkürzung für Minor Attracted Person, zu Deutsch etwa jemand, der sich zu Minderjährigen hingezogen fühlt. Vorwiegend im amerikanischen Sprachgebrauch verwendete Bezeichnung für Menschen, die ein sexuelles, emotionales und/oder romantisches Interesse an Kindern und/oder Jugendlichen vor Erreichen der Volljährigkeit haben. Größtenteils wird diese Bezeichnung von pädophilen und hebephilen Menschen verwendet.

N

Nepiophilie

Die auf Babys und/oder Kleinkinder ausgerichtete sexuelle Orientierung. Nepiophile Menschen empfinden ein sexuelles, emotionales und/oder romantisches Interesse an Babys bzw. Kleinkindern. Dabei geht es in etwa um Babys und/oder Kleinkinder vor dem Erreichen des dritten Lebensjahres. Nepiophile bilden eine Teilmenge der Pädophilen.

P

Pädokriminell

Menschen (nicht unbedingt Pädophile), die sexuelle Straftaten gegen Kinder begehen.

Pädophilie

Die auf vorpubertäre Kinder ausgerichtete sexuelle Orientierung. Pädophile Menschen empfinden ein sexuelles, emotionales und/oder romantisches Interesse an Kindern, die noch nicht in der Pubertät sind. Dabei geht es in etwa um Kinder vor dem Erreichen des zwölften Lebensjahres.

Pädosexualität

  1. Bezeichung für pädophile Menschen, die sexuelle Übergriffe begehen (in Abgrenzung zu nicht-übergriffigen Pädophilen)
  2. Allgemeine Bezeichnung für Kindesmissbrauchstäter (pädophil und nicht-pädophil)
  3. Alternativer Begriff für Pädophilie

Paraphilie

Sammelbegriff für verschiedene von der Norm abweichende sexuelle Orientierungen. Hierbei ist wichtig zu beachten, dass eine Paraphilie nicht zwangsläufig als eine Störung angesehen wird (gemäß DSM-5 und ICD-11).

Parthenophilie

Die auf pubertäre und spätpubertäre Mädchen ausgerichtete sexuelle Orientierung. Parthenophile Menschen empfinden ein sexuelles, emotionales und/oder romantisches Interesse an Mädchen, die sich in der Pubertät befinden. Dabei geht es in etwa um Mädchen im Alter von 14-17 Jahren.

Projekt Dunkelfeld

T

Teleiophilie

Die auf Erwachsene ausgerichtete sexuelle Orientierung. Teleiophile Menschen empfinden ein sexuelles, emotionales und/oder romantisches Interesse an Erwachsenen. Die meisten Menschen haben eine teleiophile Orientierung, so dass diese als Norm angesehen wird.