Hebephilie

Im Gegensatz zum Begriff der Pädophilie, der den meisten Menschen bekannt ist (auch wenn nicht alle seine Bedeutung kennen), ist der Begriff der Hebephilie noch weitestgehend unbekannt. Auch auf unseren Seiten ist zumeist von Pädophilie und nur selten von Hebephilie die Rede. Daher möchten wir an dieser Stelle zu erst einmal erklären, worum es sich bei der Hebephilie handelt.

Was ist Hebephilie?

Während Pädophilie die sexuelle und romantische Anziehung zu Kindern vor Beginn der Pubertät bezeichnet, bezieht sich die Hebephilie auf Kinder oder Jugendliche in einem frühen Stadium der Pubertät. Da sich das Alter, in dem Kinder in die Pubertät kommen unterscheidet, lässt sich keine genaue Altersangabe machen, wo die Grenze zwischen Hebe- und Pädophilie liegt. Als Richtwert gilt der Bereich von ca. 11 bis 14 Jahren, der für hebephile Menschen meist besonders ansprechend ist. Wie auch bei der Pädophilie umfasst das die körperlich-sexuelle Präferenz genauso wie das emotionale Interesse.

Was die gesellschaftliche Haltung gegenüber Hebephilie betrifft, so ist Hebephilie wohl ähnlich stigmatisiert wie Pädophilie. Oftmals werden Hebephile auch als pädophil bezeichnet. Wenn wir auf dieser Seite über das Stigma gegenüber Pädophilen sprechen, dann bezieht sich dies also gleichermaßen auch auf Hebephilie. Und wenn wir uns an Betroffene wenden, sind hiermit selbstverständlich auch Hebephile gemeint, die sich mit den Inhalten dieser Seite identifizieren können.

Pädophilie und Hebephilie schließen sich außerdem nicht gegenseitig aus. Es gibt Menschen, die sowohl pädo- als auch hebephil sind.

Sexualität mit Frühpubertierenden?

Hebephilie bezieht sich also auf Kinder in einem frühen Stadium der Pubertät. Diese besitzen - im Gegensatz zu vorpubertären Kindern - oft bereits ein rudimentäres Verständnis von erwachsener Sexualität sowie damit einhergehenden Wünschen und Gefühlen. Aus diesem Grund sind einige (aber natürlich nicht alle) Hebephile der Ansicht, dass sexuelle Kontakte hier durchaus vertretbar seien, auch dann wenn sie sexuelle Kontakte zu vorpubertären Kindern ablehnen.

Unserer Ansicht nach bergen aber auch sexuelle Kontakte zwischen Erwachsenen und frühpubertären Kindern erhebliche Risiken und sind daher abzulehnen. Für Kinder auf diesem Entwicklungsstand sind viele Gefühle und Empfindungen noch ganz neu und sie fangen gerade erst an, sich mit diesen zu beschäftigen. Diese Phase ist somit von vielen Unsicherheiten geprägt. Erwachsene, die diese Phase bereits durchlaufen haben, würden die Unsicherheit in den allermeisten Fällen (wenn auch unbewusst) ausnutzen. Sexuelle Kontakte können in diesem Stadium noch nicht auf Augenhöhe stattfinden. Die Gefahr einer Schädigung des Kindes, und sei dies „nur“ durch die spätere Einordnung der Erlebnisse, ist weiterhin zu groß.