Richtlinien für den Alltag

Falls du auch der Meinung bist, dass der Umgang der Gesellschaft mit Menschen mit einer pädophilen Neigung, die keinem Kind etwas antun wollen, nicht richtig ist, dann haben wir hier ein paar Vorschläge für dich, wie du helfen kannst, gegen diese Stigmatisierung vorzugehen.

Auf die eigene Wortwahl achten

Ein erster Schritt ist es, bei der eigenen Wortwahl auf die folgenden Begriffe zu verzichten, da sie die Stigmatisierung pädophil empfindender Menschen weiter aufrechterhalten. Insbesondere die folgenden Begriffe sollten vermieden werden.

Diskriminierung im Alltag begegnen

Natürlich kannst du auch mehr tun und im nächsten Schritt Personen, die die oben genannten Begriffe nutzen, darauf hinweisen, weshalb es schlecht ist, diese zu nutzen und welche man stattdessen benutzen könnte.

Der nächste Schritt erfordert dann schon mehr Eigeninitiative. Zum Beispiel könntest du, wenn in einer Diskussion das Thema „Pädophilie“ aufkommt, Stellung beziehen und erklären, dass es sich bei Pädophilie nur um die sexuelle Neigung handelt, die niemand sich aussucht; dass diese Neigung nicht nur auf ihren sexuellen Anteil reduziert werden kann und sich die meisten pädophilen Menschen auch ehrlich in Kinder verlieben können; und dass die meisten pädophil empfindenden Menschen nie einen Missbrauch begehen, da ihnen das Wohl der Kinder genauso am Herzen liegt wie den meisten anderen Menschen auch.

Wenn man bedenkt, dass schätzungsweise einer von 100 Menschen pädophil ist, ist die Wahrscheinlichkeit gar nicht so gering, dass auch du mindestens eine pädophile Person kennst, der du dabei helfen könntest, ein positives Selbstbild aufzubauen, indem du pädophile Menschen eben nicht auf eine Stufe mit Straftäter*innen stellst und nicht als „Abschaum“ oder ähnliches bezeichnest. Und vielleicht zieht diese Person dann sogar in Betracht, sich dir anzuvertrauen.

Selbstverständlich kommt es auch auf die Umgebung an, in der das Gespräch geführt wird. In einer gepflegten Umgebung mit Familienangehörigen ist vielleicht eher auf offene Ohren und Interesse an dem Thema zu hoffen als bei einem emotional aufgeladenen Gespräch in der Stammtisch-Kneipe. Hier gilt es auch zu ermessen, wie weit man gehen kann.

Schlussendlich darfst du natürlich auch gerne an Interessierte (oder möglicherweise selbst Betroffene) diese Webseite www.wir-sind-auch-menschen.de weiterempfehlen oder sogar selber unsere Flyer ausdrucken und verteilen.