Aktuelles

Auf der Steckbriefe-Seite sammeln wir persönliche Texte und Geschichten von pädophilen Menschen. Unser Ziel ist es, dadurch zu zeigen, dass es nicht den Pädophilen gibt, sondern dass wir ganz verschieden sind, und auf unsere individuelle Art mit der Pädophilie umgehen – und dass wir nicht die stereotypischen unmenschlichen Monster sind, die viele in uns sehen, sondern auch leben, fühlen und denken wie Andere. Eben weil wir letzten Endes auch nur Menschen sind.

Bisher kamen die meisten Steckbriefe von Leuten, auf die wir persönlich zugegangen sind. Das möchten wir nun ändern!

Wenn du pädo- oder hebephil bist und auch deine Geschichte erzählen möchtest, dann kannst du ab sofort auch selber einen Steckbrief zur Veröffentlichung auf "Wir sind auch Menschen" einreichen. Dabei sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt: ein Steckbrief kann deine persönliche Lebensgeschichte beschreiben, sich um deinen Umgang mit deiner Sexualität drehen, oder auch eine kreative Auseinandersetzung mit dem Thema sein, etwa in Form einer Geschichte oder eines Gedichts. Lass dich dabei gerne von den bereits eingereichten Texten inspirieren!

Im Grunde kann ein Steckbrief alles sein, was zu dir passt und deine Individualität ausdrückt. Um einen Text einzureichen, solltest du nur selber pädo- oder hebephil sein. Außerdem sollte die Länge mindestens etwa eine DIN A4-Seite betragen und der Steckbrief lesbar und verständlich geschrieben sein.

Wenn wir dein Interesse geweckt haben, dann kannst du über dieses Formular deinen Steckbrief einreichen und ein eigenes Profil zusammenstellen (alle persönlichen Angaben sind natürlich komplett freiwillig). Bei Rückfragen stehen wir dir selbstverständlich auch per Kontaktformular oder e-Mail zur Verfügung.

Wir freuen uns schon sehr auf Einsendungen!


Frau Alina Göpel, Psychologiestudentin an der TU Chemnitz hat uns darum gebeten ihren Aufruf auf unseren Plattformen zu teilen, hier der Originaltext:


Liebe Leserinnen und Leser, Mein Name ist Alina Göpel und ich bin Psychologiestudentin an der Technischen Universität Chemnitz. Zusammen mit meiner Betreuerin, M.Sc. Psych. Sophie Helene Lux, schreibe ich meine Abschlussarbeit über „Hürden und Hindernisse im Outing-Prozess pädophiler Menschen“. Dabei möchte ich die Hindernisse untersuchen, denen sich pädophile und/oder hebephile Menschen stellen müssen, wenn sie sich entscheiden, ob sie Freunden und Familie von ihren sexuellen Neigungen gegenüber Minderjährigen erzählen wollen oder nicht. Dazu brauche ich Ihre Hilfe und würde mich sehr freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen würden, eine kurze 15-minütige Umfrage auszufüllen. Dabei ist es nicht relevant, ob Sie sich bereits gegenüber anderen Personen als pädophil/hebephil geoutet haben oder nicht.

Dazu klicken Sie bitte auf folgenden Link: https://limes.phil.tu-chemnitz.de/index.php?r=survey/index&sid=851131&lang=de Ihre Teilnahme ist völlig freiwillig und Sie können die Umfrage jederzeit beenden, wenn Sie sich bei der Beantwortung der gestellten Fragen nicht wohl fühlen. Sie werden nicht nach Informationen gefragt, durch welche man Rückschlüsse auf Ihre Person ziehen könnte. Nach Abschluss der Umfrage werden Ihre Antworten anonym auf Servern der Professur für klinische Psychologie der TU Chemnitz gespeichert. Für diesen Server mit dieser LimeSurvey-Installation ist das IP-Logging abgeschaltet, was bedeutet, dass auf diesem Server keine IP-Adressen gespeichert werden. Für eine zusätzliche Absicherung können Sie dennoch gern einen VPN-Client verwenden. Ich würde mich ebenfalls freuen, wenn Sie diesen Link (https://limes.phil.tu-chemnitz.de/index.php?r=survey/index&sid=851131&lang=de) weiterleiten würden.

Falls Sie Fragen oder Bedenken zu dem Projekt haben, können Sie uns (unter outing-studie@psychologie.tu-chemnitz.de) für weitere Informationen kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen, Alina Göpel


Der Verein "Schicksal und Herausforderung e. V." hat am 01.09.2021 eine überarbeitete Version seiner Webseite veröffentlicht.

Die Webseite existiert seit nun fast 15 Jahren und ist eine der ersten (und für lange Zeit die einzige) von Pädophilen betriebene Webpräsenz, die über das Thema Pädophilie aufklärt und sich dabei klar gegen Sex mit Kindern positioniert. Nun wird mit einem neuen, frischen Design und einem Mix aus neuen und alten Texten in gewohnter Art und Weise über das Thema Pädophilie informiert.

Wir gratulieren unseren Mitstreitern zu der gelungenen Überarbeitung und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg bei ihrer Arbeit. Wer sich die überarbeitete Seite selber ansehen möchte, findet sie unter der Adresse https://suh-ev.de.


Herr Doktor Johannes Fuß und Frau Jeanne Desbuleux vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf führen aktuell eine Studie zum Thema Sexpuppen und Sexroboter durch und suchen hierfür Teilnehmer*innen, die im Besitz einer Sex- oder Liebespuppen sind oder waren. Im Fokus steht hier die unserer Meinung nach dringend nötige Untersuchung, wie sich die Nutzung von Sexpuppen auf die Sexualität auswirkt, damit hier zukünftig basierend auf Fakten und nicht nur auf persönlichen Empfindungen Diskussionen geführt werden können.

Wir würden uns darüben freuen, wenn ihr zahlreich an dieser Studie teilnehmen würdet (sofern ihr denn eine Puppe besitzt oder besessen habt) - ihr findet diese unter https://uke.eu.qualtrics.com/jfe/form/SV_50f7C4eOaFMH3ZI oder unter folgendem QR Code

Nachfolgend findet ihr den originalen Aufruf:


Liebe Alle,

wir sind Jeanne Desbuleux und Johannes Fuß vom Institut für Sexualforschung in Hamburg. Wir laden Sie herzlich ein bei unserer Studie mitzumachen. Diese ist unter Mitarbeit von Mitgliedern der doll community entstanden.

Wir möchten drei Fragen erforschen:

  1. Welche Wünsche haben Sie hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung von Sexrobotern?
  2. Hat sich durch die Nutzung von Sexpuppen Ihre eigene Sexualität verändert?
  3. Wie lebendig nehmen Sie Ihre Puppe wahr und hat das etwas mit Ihrer Wahrnehmung von anderen Menschen zu tun?

Es geht uns darum, dass die mediale und auch politische Diskussion über die Nutzung von Sexpuppen nicht länger ohne wissenschaftliche Daten geführt werden soll. Dafür brauchen wir Ihre Hilfe. Es ist uns sehr wichtig zu betonen, dass wir keine Vorurteile bedienen wollen.

Falls Sie Fragen, Anmerkungen oder Kritik haben, kontaktieren Sie uns sehr gerne entweder unter sexualforschung@uke.de.

Der Fragebogen dauert in etwa 15 Minuten und ist komplett anonym. Nach der Auswertung werden wir unsere Erkenntnisse gerne mit Ihnen teilen.

Alles Gute und vielen Dank!

Jeanne Desbuleux und Johannes Fuß https://uke.eu.qualtrics.com/jfe/form/SV_50f7C4eOaFMH3ZI


Der Kanal HYPERBOLE auf YouTube hat heute den Beitrag mit dem Titel "Frag einen Pädophilen - Georg über das Leben als Pädophiler" veröffentlicht. Darin stellt er sich 20 Minuten den Fragen der Community. Ein sehr offener und ehrlicher Beitrag der Einblick in das tägliche Leben eines pädophilen Menschen bietet. Wir empfehlen sich das Video gerne einmal anzuschauen.

Hier findest du das Video.


Dr. Craig Harper und Rebecca Lievesley von der Nottingham Trent University, England, suchen aktuell nach Personen, die kleine / kindliche Sexpuppen besitzen sowieso pädo- und hebephilen Menschen, die eine Umfrage zur ihrem Sexualverhalten und ihren sexuellen Interessen beantworten möchten. Die englischsprachige Umfrage kann anonym online (auch mit dem TOR-Browser) unter folgendem Link beantwortet werden https://www.soscisurvey.de/MAP_help_management/?q=MAP-dolls.

Nachfolgend ein Auszug des originalen Aufrufs:


What is the aim of the study, and what do I need to do?

This study aims to develop an understanding of sexual behaviours and psychological variables relating to sexual interests. In order to achieve the objectives of the study, we are recruiting people with a range of interests and asking a range of questions (e.g., related to predominant interests, behaviours, and activities such as sex/love doll use). You will be required to complete a series of questions and an implicit association test that relate to sensitive themes, such as your attitudes, behaviours and thinking styles about sex, as well as questions about your mental health. This study should take approximately 20 minutes to complete.

Research lead contact details:

Dr. Craig Harper
Department of Psychology, Chaucer Building – Room 4104
Nottingham Trent University, 50 Shakespeare Street, Nottingham, NG1 4FQ
Tel. 0115 848 4718
Email: craig.harper@ntu.ac.uk

Rebecca Lievesley
Department of Psychology, Chaucer Building – Room 4004
Nottingham Trent University, 50 Shakespeare Street, Nottingham, NG1 4FQ
Tel. 0115 848 2602
Email: craig.harper@ntu.ac.uk


Am 01.07.2021 ist ein neues Gesetz in Kraft getreten, welches neben zahlreichen Strafverschärfungen, erweiterten Befugnissen für Ermittlungsbehörden und Änderungen in der Strafprozessordnung auch Besitz und Verbreitung von Sexpuppen mit kindlichen Aussehen unter empfindliche Strafen stellt.

Dieses Verbot von kindlichen Sexpuppen ist ein massiver Eingriff in die Privatsphäre und die sexuelle Freiheit vor allem von pädophilen Menschen. Es wird damit eine der wenigen verbleibenden Handlungen kriminalisiert, die pädophile Menschen offen stand, um ihre Sexualität auszuleben ohne dabei Kindern einen Schaden zuzufügen. Wie dadurch Kinder vor sexuellen Übergriffen geschützt werden sollen, ist höchst rätselhaft.

Es gibt keinen einzigen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass die Benutzung von kindlichen Sexpuppen einen negativen Effekt hat und die Hemmschwelle für realen Missbrauch senkt. Angesicht dieser fehlenden Beweislage ist es erschreckend und verstörend, dass die Bundesregierung trotzdem ein gesetzliches Verbot umgesetzt hat. Dieses Gesetz ist eines Rechtsstaats nicht würdig, und unserer Meinung nach klar verfassungswidrig. Und glücklicherweise sind wir nicht die einzigen, die so denken.

Es hat sich daher eine Arbeitsgruppe von hauptsächlich pädophilen Menschen gebildet, deren Ziel es ist, eine Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht gegen das Verbot einzureichen. Aktuell sucht die Arbeitsgruppe nach Menschen, die durch dieses Gesetz direkt betroffen sind. In der Zukunft ist auch ein Spendenaufruf geplant, um die notwendigen Anwaltskosten zu finanzieren. Mehr Informationen zu der Initiative finden sich auf der Webseite gegen-das-puppenverbot.de.

Wir unterstützen diese Initiative ausdrücklich und können jeden nur dazu aufrufen, das Gleiche zu tun – auch dann, wenn man nicht direkt durch das Verbot betroffen ist. Der Gesetzgeber hat mit dem neuen Gesetz seine Bereitschaft gezeigt, Ersatzhandlungen für pädophile Menschen ohne jegliche Grundlage zu kriminalisieren, einfach nur weil diese als "widerlich" empfunden werden. Dies ist ein gefährlicher Präzedenzfall, der jedem Pädophilen, und jedem, der Wert auf Rechtstaatlichkeit und Minderheitenschutz legt, höchste Sorgen bereiten sollte. Umso wichtiger ist es, jetzt alles zu unternehmen, um diesen Entwicklungen Einhalt zu gebieten.


Mit gleich vier neuen Niederlassungen in der Schweiz breitet sich das deutsche Erfolgsmodell von Kein Täter Werden weiter aus. In Genf, Zürich, Basel und Frauenfeld gibt es damit nun auch für Schweizer mehrere Anlaufstellen für Menschen, die Hilfe beim Umgang mit der eigenen Pädophilie suchen. Während die Ziele und wohl auch Praktiken von dem deutschen Vorbild übernommen wurden, gab es in der öffentlichen Vorstellung allerdings einige Aussagen der Gründer, die bei uns auf Bedenken stoßen.

Schade ist zum Beispiel, dass das erklärte Ziel des Projektes ausschließlich die Prävention von Sexualstraftaten ist. Zwar geht es auch, wie auf der Webseite des Projekts beschrieben darum, die "sexuelle Präferenz zu akzeptieren" und in das Selbstbild zu integrieren. Dies dient allerdings auch nur dem Zweck, Straftaten zu verhindern. Das Wohlbefinden der angesprochenen Zielgruppe, die mit dem Therapieprojekt erreicht werden soll, wurde in der Vorstellung überhaupt nicht erwähnt; es entsteht gar der Eindruck, als sei dies völlig irrelevant. Dadurch bleibt weiterhin eine riesige Behandlungslücke offen. Pädophile Menschen, die Probleme beim Umgang mit ihrer Sexualität haben ohne aber Schwierigkeiten dabei zu haben, keine Straftaten zu begehen haben somit immer noch keine passenden Anlaufstellen.

Besonders kritisch sehen wir auch die Rolle von Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli, die wesentlich an der Einführung des Projekts in der Schweiz beteiligt war und es letzten Freitag zusammen mit Strafrechtsprofessor Daniel Jositsch vor den Medien vorgestellt hat. Frau Rickli hat zuvor die 2014 beschlossene Volksinitiative "Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen" wesentlich unterstützt, die unter anderem von Menschenrechtsorganisationen scharf kritisiert wurde. Im Zuge dieser Initiative ist Frau Rickli vor allem durch einige äußerst stigmatisierende Aussagen gegen pädophile Menschen aufgefallen, in denen sie etwa nicht zwischen Tätern und Pädophilen differenziert.

Trotz dieser problematischen Präsentation des Projekts können wir die tatsächliche therapeutische Arbeit nicht bewerten. Wer Interesse an dem Projekt hat, findet mehr Informationen auf kein-taeter-werden.ch


Am 7. Mai 2021 hat der Bundesrat den Gesetzesbeschluss des Bundestages zur Bekämpfung von sexualisierter Gewalt gegen Kinder gebilligt. Nach Ausfertigung durch den Bundespräsidenten und Verkündung im Bundesgesetzblatt kann das Gesetz zu großen Teilen am 1.Juli 2021, im Übrigen am 1. Januar 2022 in Kraft treten.

Unter Anderem beinhaltet der Gesetzesbeschluss das Verbot von Puppen mit kindlichem Erscheinungsbild. Wir sehen besonders diesen Punkt aus verschiedenen Gründen kritisch. Das Verbot beruht nicht auf empirischen Grundlagen, sondern ausschließlich auf persönlicher Abscheu und Ekel. Pädophile Menschen, die keinem Kind schaden wollen, werden dadurch grundlos kriminalisiert. Damit verletzt das Verbot das Recht auf sexuelle Lust und Privatsphäre. Aus diesen Gründen halten wir das Verbot für einen verfassungswidrigen Eingriff in die Privatsphäre pädophiler Menschen.


Ronja Zannoni, Doktorandin vom Zentrum für Integrative Psychiatrie gGmbH in Kiel, sucht aktuell männliche Teilnehmer über 18 Jahre mit einer pädophilen Neigung für eine EEG-Untersuchung zu den zentralnervösen Verarbeitungsprozessen bei Pädophilie.

Den Studienaufruf gibt es hier: https://zip.uksh.de/uksh_media/Dateien_Kliniken_Institute+/ZIP/ZIP/Studien_Informationen/Studienflyer+Pädophilie.pdf

Bei Fragen oder Interesse an einer Studienteilnahme können sich Interessenten direkt per Mail an ronja.zannoni@uksh.de melden.

Abschließend noch einige zusätzliche Antworten auf Fragen, die wir mit Frau Zannoni im Vorfeld geklärt haben und mit ihren Einverständnis hier veröffentlichen dürfen.

  1. Haben Sie ein Datenschutzkonzept für die Studie? Gibt es also die Möglichkeit, anonym teilzunehmen und die Aufwandsentschädigung zu erhalten? Was passiert insbesondere mit den Speichelproben, werden diese nach Auswertung der Studie vernichtet?

Antwort: Ein strenges Datenschutzkonzept liegt vor, welches von der zuständigen Ethikkommission der Medizinischen Fakultät der CAU Kiel positiv geprüft ist. Die Probanden erhalten diese Informationen ausführlich im Rahmen der Probandeninformation und Einwilligungserklärung (wird vorab per E-Mail zugesendet). Alle Probandendaten (inkl. Biomaterial) werden umgehend pseudonymisiert (d.h. durch einen Code ersetzt), es werden keine Klardaten (z.B. Namen o.ä.) ausgewertet. Eine vollständig anonyme Teilnahme ist leider nicht möglich, da die Probanden jederzeit die Möglichkeit haben müssen, die Vernichtung der Speichelprobe zu verlangen (bei einer anonymen Teilnahme wäre die Speichelprobe nicht mehr dem Träger zuzuordnen – durch die Pseudonymisierung mittels des Codes kann im Fall der Fälle eine Re-Identifizierung durch den Studienleiter erfolgen und die Speichelprobe kann auf Wunsch des Probanden vernichtet werden). Im Normalfall werden alle Probandendaten (inkl. Biomaterial) gemäß DSGVO für 10 Jahre bei der Biobank aufbewahrt (Institut für Endokrinologie der Uni Hamburg, mit welchem wir in dieser Studie kooperieren). Allerdings gibt es zu jeder Zeit die Möglichkeit (z.B. nach der Auswertung), die Löschung/Vernichtung der Daten zu verlangen.

Wichtig zu wissen wäre noch Folgendes: Aufgrund unseres Hygienekonzeptes im Zuge der Corona-Pandemie sind wir dazu angehalten, den Namen und die Kontaktdaten der Probanden zu erfassen, um etwaige Infektionsketten im Notfall zurückverfolgen zu können. Diese Daten werden jedoch separat von den Studiendaten gelagert und nur für den o.g. Fall verwendet.

  1. Gibt es ein ethisches Konzept für die Studie? Gerade Forschung, die mit "Hirnscans" pädophiler Menschen zu tun hat wird häufig von der Motivation vorangetrieben, pädophile Menschen grundsätzlich erkennen und z.B. aus Berufen mit Kindern ausschließen zu können. Unsere Befürchtung ist hierbei, dass Forschung in diesen Bereich letzten Endes zur Stigmatisierung und Diskriminierung pädophiler Menschen genutzt werden kann.

Antwort: Diese Befürchtungen kann ich gut verstehen und wir wollen mit der Studie ein Stück weit dazu beitragen, die Ursachen der Pädophilie weiter aufzuschlüsseln und damit auch zur Entpathologisierung beizutragen. Die gesamte Studie ist mit einem positiven Ethikvotum der Medizinischen Fakultät der CAU Kiel geprüft (AZ 445/20).

  1. Wie genau definiert sich "gesund"? Sind damit auch psychische Krankheiten ausgeschlossen oder nur körperliche?

Antwort: Psychische Krankheiten sind generell keine Kontraindikation für die Studienteilnahme, es sei denn, es liegt ein Alkohol- und Drogenmissbrauch vor. Ein weiteres Ausschlusskriterium wäre eine photosensitive Epilepsie (bei den genannten Kriterien könnten wir die EEG-Untersuchung nicht durchführen).

  1. Warum richtet sich die Studie ausschließlich an Männer? Es gibt bei uns schon einmal mindestens eine pädophile Frau, die auch an einer Teilnahme Interesse gehabt hätte.

Antwort: Das ist ein wichtiger Punkt. Wir schließen aus zwei Gründen nur Männer ein: die Hypothese der erotisierten Vaterliebe als mögliche Ursache der Pädophilie ist bisher nur einmalig an Männern getestet worden und es ist anzunehmen, dass bei Frauen andere neuronale Strukturen eine Rolle spielen, die sich in dieser Studie mit dem konzipierten Design nicht unbedingt erfassen ließen. Der zweite Aspekt ist, dass wir hinreichend große Stichproben benötigen, um statistische Analysen durchführen zu können – die Prävalenz der Pädophilie ist bei Männern höher als bei Frauen (soweit der aktuelle Forschungsstand). Die weibliche Pädophilie ist leider noch unerforschter als die männliche Pädophilie – ich gebe Ihnen aber vollkommen recht, dass hier auch Studien notwendig sind.

  1. Wird es für Teilnehmer auch die Möglichkeit geben, die Ergebnisse bei Interesse zu bekommen?

Antwort: Die Ergebnisse der Studie sollen in einschlägigen Fachjournals publiziert werden, wir würden Sie zu diesem Zeitpunkt selbstverständlich darüber informieren. Allgemein werten wir am Ende die gesamten Datensätze aus und keine einzelnen Probandendaten. Sollte aber im Ausnahmefall spezifisches Interesse an einzelnen Daten bestehen (z.B. am Hormonstatus der Speichelproben), können die Probanden uns kontaktieren und wir schauen, ob wir individuelle Informationen vorliegen haben.